Diskografie

NEUE CD

Postcard Collection

Die neue CD des Composers’ Orchestra Berlin erscheint im April 2018 und heißt “Postcard Collection”. Hazel Leach, Leiterin des COB und Komponistin aller Stücke, erforschte Walzer aus aller Welt. Entstanden ist eine Sammlung von musikalischen “Postkarten”, inspiriert von Walzervarianten aus Venezuela, Peru, Argentinien, Griechenland, England und Deutschland.

Besetzung:

Sx/Holz: Meike Goosmann (cl, rec), Ruth Schepers (as), Tian Korthals (ts), Markus Busch (bs, bcl)
Blech: Aaron Schmidt-Wiegand (tp), Nikolaus Neuser (tp), Anne Dau (tb), Janni Struzyk (tba)
Str: Daniel Friedrichs (vl), Claudia Autuori (vl), Matthias Leupold (vl), Raphael Armin (vl), Katja Braun (vla), Susanne Paul (cello), Frederico Malverde (cello), Martin Klenk (cello)
RG: Heiko Kulenkampff (p), Fee Stracke (p), Daniel Meyer (g), Dirk Strakhof (bs), Tom Dayan (dms/pc)

Musikgewordene Postkarten . Das Composers’ Orchestra Berlin legt ein famoses, vielseitiges Album vor.

Als Kombination aus Bigband und Streicherensemble ist das Composers‘ Orchestra Berlin (COB) ebenso im Jazz wie in orchestralen Filmmusik-ähnlichen Sounds und bei Folklore-Zutaten heimisch. Auf der CD „Postcard Collection“ unternimmt die über 20 SpitzenmusikerInnen starke Truppe eine Weltreise, inspiriert von acht Motiven auf Ansichtspostkarten. Neben Rhythmen und Klängen aus Südamerika (Argentinien, Venezuela, Peru) gibt’s musikalische Stationen in England, Griechenland und, quasi auf der Schlussetappe, in Deutschland: und zwar in der Beethoven-Stadt Bonn, im Lausitz-Nest Schlabendorf am See und im heimischen Berlin. COB-Gründerin Leach empfiehlt sich einmal mehr als hochkarätige Komponistin, der es vor allem Fotografien von Prachtbauten der Vergangenheit angetan haben. So atmet dieses Album in den berührendsten Momenten eine ergreifend nostalgisch-melancholische Aura.

Saarbrücker Zeitung 14.07.2018

Although women like Lil Hardin (musical director of Louis Armstrong’s Hot Fives/Sevens), Blanche Calloway and Ina Ray Hutton led groups from the late ‘20s onward, female big band composer/ arranger/conductors came to greater prominence with the work of Toshiko Akiyoshi, Carla Bley, Maria Schneider and others. Today, female-led large ensembles are flourishing worldwide.
For its third album, the Composers’ Orchestra Berlin turned baton and writing chores over to Hazel Leach. Inspired by folk/dance musics of Venezuela, Argentina, Northumberland, Peru, Greece and Germany, she penned eight distinctive pieces, or “postcards”, all in triple meter. One might expect ‘rhythmic fatigue’ over the almost-hour- length set, but her varied treatments provide ample relief: “Postcard 10 Caracas” is in fast 6/8 with tricky counter-figures; “Postcard 11 Tucumán” boasts a grandiose orchestral sweep à la Schneider; “Postcard 7 Berwick upon Tweed” resembles a Scottish jig (with lush backdrop); “Postcard 8 Lima” shows her deft hand with heterophony. Strong, usually short, improvisations heighten the immediacy of each track, Meike Goosmann’s clarinet solo on “Postcard 9 Kalávrita” being a highlight.

THE NEW YORK CITY JAZZ RECORD. 16 July 2018

Free Range Music | COB

Die CD präsentiert einen kleinen Ausschnitt aus der breiten Palette der Kompositionen, die seit der Gründung des COBs Ende 2010 entstanden sind.  Sie zeigt die breite und inspirierende Vielfalt der persönlichen Stile der KomponistenInnen, die zugleich auch SpielerInnen sind: wahrhaftig “Free Range Music”.

Besetzung

Str: Daniel Friedrichs, Philippe Perotto, Katja Braun, Susanne Paul, Martin Klenk.

Sx/Holz: Hazel Leach, Ruth Schepers, Meike Goosmann, Tian Korthals, Edith Steyer, Oleg Hollmann.

Blech: Abigail Sanders, Aaron Schmidt-Wiegand, Sebastian Piskorz, Nils Marquardt, Philipp Domke, Pauline Boeykens.

RG: Fee Stracke, Alexander Tzschentke, Dirk Strakhof, Horst Nonnenmacher, Lucia Martinez.

...Auch das schaffen des seit 2010 umtriebigen C.O.B The Composers’ Orchestra Berlin, welches mit der CD “Free Range Music”. Jazzhausmusik JHM 224 eine Querschnitt aus der kompositorischen Kreativwerkstatt unterschiedlichster Musiker/Komponisten unter Leitung von Hazel Leach der Öffentlichkeit präsentiert und mit einigen Überraschungseffekten Grenzen aufbricht, reiht sich in die Vielzahl noch zu nennender Initiativen ein. Die Veröffentlichungen auf dieser CD sind ein wunderbares Kaleidoskop künstlerischer Inspiration, die diese durch unzählige Brüche gekennzeichnete Stadt Berlin hervorruft und deswegen ein magische Anziehungskraft auf kunstschaffende ausübt. Das Ergebnis diese metamorphischen Prozesses ist zeitlos schön, sinnlich, mal meloncholisch, ekstatisch, nur eins nicht - langweilig.

Jazz Podium 6/14 Detlef A. Ott

Composers’ Orchestra Berlin, Free Range Music: Wonderful recording from the C.O.B., presenting a big sound that never threatens to knock the listener over or collapse under its own weight. Arrangements keep the motion fluid. Utilizing folk, rock, and modern classical as ingredients creates a nice blend of old and new musics, without weighting it too heavily in either direction. The album’s greatest strength is when strings and wind instruments combine to create some of the prettiest, uplifting harmonic interludes. Terrific recording.

By Dave Sumner, Contributor www.wonderingsound.com 5 May 2014

Spazieren in Berlin // Franz Hessel

1929 hat der Schriftsteller und Übersetzer Franz Hessel mit „Spazieren in Berlin“ ein „Bilderbuch in Worten“ geschrieben. Flanierend bewegt er sich durch die Stadt und seine Beobachtungen erscheinen auch heute noch erstaunlich aktuell. Obwohl Schupo, Leierkasten und Gummikavaliere mittlerweile anders heißen, das große Bild zeigt sich höchst gegenwärtig: schon damals ist Berlin eine große Baustelle, eine Stadt „die immer unterwegs ist, immer im Begriff, anders zu werden“ und das Nachtleben zwischen Friedrichstraße und Zoo längst legendär.

 

10 Mitglieder des Composers Orchestra Berlin machen auf Einladung des Regisseurs Moritz von Rappard in ihren Stücken den Rhythmus der Stadt zwischen Vergangenheit und Gegenwart hörbar. Ihre Jazz-Kompositionen treffen nicht nur den Ton der 20er Jahre, sondern haben auch die Frische, mit einem Taktwechsel in die Gegenwart zu springen.

Ausgehend von einer festen Ensemble-Besetzung entwickelten die einen durchkomponierte Strukturen, während die anderen den Musikern individuelle Improvisationsräume eröffneten. Komponisten, Spieler und Sprecher begegneten sich erstmals bei den Aufnahmen im Studio und fanden im Prozess zu einer Lebendigkeit, die „Spazieren in Berlin“ auch heute noch und immer wieder zu einem Erlebnis macht.

 

Kompositionen von: Tian Korthals, Hazel Leach, Martin Klenk, Oleg Hollmann, Christian Ugurel, Ruth Schepers, Dirk Strakhof, Horst Nonnenmacher, Tom Dayan & Susanne Paul.

Sprecher: Sebastian Weber

Eine Produktion vom Kulturradio des rbb, 2013

In einer Sendung von Ulf Drechsel im März 2013 war mehr über das Projekt zu hören: Late Night Jazz (Kulturradio ) “The Making of “Spazieren in Berlin”

Im März stellt der Leipziger Buchfunk das Hörbuch „Spazieren in Berlin“ im Rahmen der Hörbuchnächte in der Alten Handelsbörse auf der Leipziger Buchmesse vor.

Für das Hörbuch in der Regie von Moritz von Rappard sind der Schauspieler Sebastian Weber und das Composer’s Orchestra Berlin ins Studio gegangen. Die Musik wurde zu den Texten komponiert und improvisiert. Das Ergebnis ist unglaublich dicht, stimmungsvoll, jede Geschichte bekommt ihre eigene Klangfarbe, ihren Rhythmus. Sebastian Weber nimmt sich zurück, lässt Franz Hessels Texte wirken, er folgt dem Erzähler staunend, fasziniert, erschreckt auf seinen Spaziergängen, und es entstehen grandiose Hör-Momente. Diese CD ist ein Glücksfall!

Christian Kosfeld mit dem Hörbuch der Woche. WDR 5 April, 2014

Das „Bilderbuch in Worten“ wird zum Klingen gebracht, zu einem Bilderbuch zum Hören. Besonders eindrucksvoll gelingt das Zusammenspiel von Musik und Sprache in den Passagen zur Berliner Arbeitswelt, in denen Hessel industrielle Abläufe detailliert-poetisch darstellt. Kapitel wie “Ball für die ältere Jugend” oder “Vergnügungsdampfer mit Musik” eignen sich schon vom Sujet her für eine akustische Bearbeitung. Aber auch und gerade, wenn es weniger konkret zugeht, zum Beispiel im Kapitel “Stadt der Zukunft”, funktioniert der kühle Jazz. Bei den architektonischen Umsturzplänen übrigens damals schon im Mittelpunkt: der Alexanderplatz.

Markus Nesselmann 2.4.2014  http://www.tagesspiegel.de/